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Arbeitspaket AP-VII: Nutzer und Programmierschnittstellen

Um Wissenschaftlern und Anwendern der Astrophysik-Community einen möglichst einfachen Zugang zum Grid zu ermöglichen und die Komplexitäat der Nutzung individueller Grid-Ressourcen und Services weitestgehend zu verbergen, wird innerhalb des Arbeitspaketes AP-VII ein web-basiertes Nutzerportal geschaffen, das eine einheitliche Umgebung und intuitive Bedienbarkeit bereitstellt. Als ein wichtiger Teilaspekt dieser Arbeiten muss die bereits bestehende bzw. in AP-I noch zu schaffende Organisationsstruktur der Astrophysik-Community innerhalb eines Webportals reflektiert werden. Institutionen und Nutzergruppen können dem GACG beitreten oder es wieder verlassen, die Unterstützung dieser administrativen Aufgaben soll dabei durch das Portal automatisiert werden. Das Portal muss es Nutzern ermöglichen, über standardisierte Zertifizierungsmechanismen auf Dienste und Ressourcen einer oder mehrerer VOs zuzugreifen und den Zustand dieser Komponenten stets aktuell präsent zu halten. Die in den einzelnen Arbeitspaketen entwickelten Services (z.B. die automatisierte Installation und Konfiguration von Astrophysik-Anwendungen auf dem GAC-Grid (AP-I), die Suche nach Metadaten (AP-II), die Überwachung und Steuerung von Simulationen (AP-VI)) sollen über das Portal in eine gemeinsame Oberfläche integriert werden.

Als Basis für die Schaffung einer für die Astrophysik-Community spezifischen Nutzerschnittstelle dient das vom DGI bereitgestellte generische GridSphere-Portal-Framework.

Um den Kompatibilitätsanforderungen der in AP-II bis AP-VI zu adaptierenden Anwendungen und zu entwickelnden Grid-Services an bestehende bzw. noch zu etablierende Standards zu genügen, werden diese Komponenten über eine generische Grid-Programmierschnittstelle angebunden. Hierfür kommt das vom DGI bereitgestellte Grid Application Toolkit (GAT) zum Einsatz.

Da sowohl GridSphere als auch das GAT community-übergreifende Bestandteile des D-Grids sind, sind die Arbeiten in AP-VII sehr eng mit dem DGI als auch mit den anderen Community-Projekten, insbesondere dem C3-Grid, abzustimmen.

Organisationsstruktur

Partner: AEI, AIP, MPE

Arbeitspaket-Verantwortlicher: Oliver Wehrens (AEI)

Technischer Kontakt:

  • Oliver Wehrens (AEI): GridSphere
  • Alexander Beck-Ratzka (AEI), GAT
  • Wolfgang Voges (MPE)
  • Harry Enke (AIP)

Teilaufgaben:

  1. Installation von GridSphere im GAC-Grid

    Eine initiale Version des GridSphere Portal Frameworks des DGI wird auf einer zentralen Ressource (Portal Server) des GAC-Grids zur Evaluation und Ressourceneinschätzung im GACG installiert.

  2. Aufnahme der Anforderungen an die Integration von Astrophysik-spezifischen Applikationen und Services in ein GACG-Webportal

    In einem Dokument werden die genauen Anforderungen der für die Astrophysik-Community massgeblichen Applikationen und Grid-Services an das Portal definiert. Hierbei sind Rückmeldungen an das DGI und eine enge Zusammenarbeit mit den Arbeitspaketen zur Koordinierung der Aufgaben vorgesehen.

  3. Bereitstellung einer generischen Grid--Programmierschnittstelle

    Community-Applikationen sollen allgemeine Grid Services möglichst unabhängig von der konkreten Realisierung ihrer Interfaces und Zugriffsprotokolle nutzen können. Hierzu dient das GAT als generische und interoperable Programmierschnittstelle für das Grid. Die Anbindung astrophysik-spezifischer Services erfolgt dabei durch entsprechende Adaptoren, die in ein erweitertes GAT integriert werden.

  4. Erstellung von Benutzerschnittstellen für Deployment, Überwachung und Steuerung von Grid-Simulationen

    Es werden anwendungsorientierte Portal-Komponenten entwickelt, welche die Installation von Grid-Simulationscodes auf einzelnen GAC-Grid-Ressourcen sowie die Überwachung und Steuerung von Grid-Jobs auf diesen Ressourcen ermöglichen. Hierzu zählen die automatische Generierung plattformspezifischer Executables, die Erstellung und Editierung von Parameterdateien, das Starten von Grid-Jobs, Job-Tracking, Monitoring und die Steuerung von Grid-Simulationen sowie der Zugriff auf applikationsspezifische Dienste der verwendeten Simulations-Codes.

  5. Erstellung von Benutzerschnittstellen für die Metadaten- und Datenverwaltung

    Visuelle Portal-Komponenten dienen dem Zugriff auf und der Verwaltung von Metadaten und Daten (z.B. zur Suche in Metadaten-Katalogen). Die Zugriffsmechanismen hierfür basieren auf den von der VO festgelegten Methoden und Policies.