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  GEO600 Datenanalyse

Der GEO600-Gravitationswellendetektor ist Bestandteil des Laser-Interferometer-Gravitationswellen-Observatoriums (LIGO), einem internationalen Projekt zur Messung von Gravitationswellen, wie sie in Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie vorhergesagt werden.

GEO600 wird vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, Albert-Einstein-Institut (AEI) in Hannover, Deutschland, betrieben. Das Laserinterferometer hat eine Armlänge von 600 Meter. Seit seinem Start im Jahre 2005 hat es kontinuierlich Daten gemessen, in denen nach einem potenziellen Gravitationswellensignal gesucht werden muss.

Ein Blick auf das GEO600 Laserinterferometer Der Einstein@Home-Bildschirmschoner

Einstein@Home

Zur Verarbeitung der von GEO600 produzierten großen Datenmengen wurde die Einstein@Home Softwareumgebung entwickelt. Sie verwendet BOINC als unterliegende Middleware zur Aufspaltung der Datenanalyse in kleine Rechenaufgaben, die auf verfügbare Rechner im Internet verteilt werden können und auf jedweder Hardware ausführbar sind.

Einstein@Home bewältigt die Ausführung dieser Aufgaben auf einer großen Zahl von weltweit verteilten Rechenressourcen. Was für den Laien wie ein Bildschirmschoner aussieht, ist in Wahrheit ein Supercomputer mit 70TFlops/s, der zur Gravitationswellensuche eingesetzt wird.

AstroGrid-D-Anwendung GEO600

GEO600 wurde als ideale Anwendung für das Grid computing ausgewählt. Im AstroGrid-D-Projekt haben wir eine Gridumgebung für Einstein@Home entwickelt. Sie verwendet das Globus 4 Toolkit als Standard-Grid-Middleware. Nachdem sich die Software selbständig auf eine Grid-Maschine übertragen hat, kümmert sich ein automatischer Mechanismus um die permanente Versendung von Jobs auf alle Ressourcen sowie um deren Überwachung.

Seit Oktober 2007 lä uft die GEO600-Gridanwendung im Produktionsmodus auf einer großen Zahl von Supercomputern, Clustern und PCs innerhalb des D-Grids in Deutschland sowie auf dem Open Science Grid (OSG) in den USA. Mit einer Jobabarbeitung von mehreren tausend Jobs pro Tag befindet sich AstroGrid-D nun unter den weltweit aktivsten Teams des Einstein@Home-Projekts. Eine GEO600-Anwendungsstatistik wird auf den AstroGrid-D-Portalseiten angeboten, wo die Anzahl der Jobversendungen und verbrauchten CPU-Stunden der letzten Monate dargestellt ist.

Kontakt

GEO600 ist eine Gridanwendung, die im Rahmen des AstroGrid-D-Projektes entwickelt wurde und in enger Zusammenarbeit mit dem D-MON-Projekt entstand. Beide Projekte sind Mitglied und werden gefördert durch die Deutsche Gridinitiative D-Grid. Die Anwendung wurde durch die eScience-Gruppe am  Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, Albert-Einstein-Institut (AEI) entworfen und implementiert.

Bei Interesse, Fragen oder Kommentaren zu GEO600 auf dem Grid kann man die Mailingliste der AEI-eScience-Gruppe kontaktieren eScience(at)aei. mpg.de